#5 Warnsignale, dass du auf dem falschen Karrierepfad bist

Vielen Menschen fällt es schwer, ihre Gefühle zu ihrem Job richtig einzuordnen. Dies ist auch dadurch bedingt, dass Freunde und Kollegen oft nur über die positiven Aspekte in ihrem Berufsleben sprechen und die negativen Seiten in privaten Gesprächen ausblenden. Allerdings gibt es auch Warnsignale die auf ein größeres Problem hindeuten und die man ernst nehmen sollte. Es ist wichtig, dass die folgenden Signale auf tiefgreifende Probleme hinweisen können, sie aber nicht zwingend müssen. Deswegen ist es wichtig, die genauen Hintergründe zu erforschen und den Unterschied zwischen temporärem Unmut und andauernder Unzufriedenheit zu erkennen.

Du füllst deinen Tag zwanghaft mit Aufgaben

Das Suchen nach extra Aufgaben (Projekte, Meetings, Konferenzen, Trips, Teammitglieder etc.) deutet oft darauf hin, dass der eigentliche Job nicht erfüllend ist. Es ist kein Ausdruck von Pflichtbewusstsein, aus Langeweile oder um unliebsamen Aufgaben zu entfliehen Themen an sich zu reißen. Deine Arbeit sollte derart gestaltet sein, dass sie auch ohne dauernde Extras sinnstiftend ist – ansonsten wirst du nämlich zum Bittsteller um ein paar Highlights pro Woche.

Dein Job ist dein ständiger Begleiter

Wenn man von seinem Job begeistert ist, redet man oft ununterbrochen davon (auch zum Leidwesen der Mitmenschen). Wenn der Job aber als Ballast mit nach Hause kommt und das ganze Privatleben vereinnahmt, stimmt etwas nicht. Abendliche Gespräche darüber, wie nervig heute wieder alles war, solltest du nicht als Normalität auffassen. Manche Menschen träumen sogar von schrecklichen Erlebnissen im Arbeitsalltag und finden keinen Schlaf mehr.

Deine Arbeit erschöpft dich

Es gibt Jobs, die deine ganze Kraft erfordern (z.B. Rettungssanitäter). Am Ende des Tages bist du erschöpft, denkst aber (wenigstens meistens) zufrieden an deine Leistung zurück. Ein Problem entsteht, wenn der Job nichts zurückgibt und die Erschöpfung von keinem positivem Gefühl begleitet wird. Du bist erschöpft und kannst dich zwischendurch nicht mehr erholen. Du merkst, wie deine Leistung immer weiter nachlässt. Erschöpfung begleitet von Leistungsverlust deutet auf einen Burnout hin und du solltest dringend die Notbremse ziehen.

Du bist nicht stolz auf deinen Beruf

Erzählst du anderen Leuten gerne, was du beruflich machst? Damit ist gemeint, was du wirklich den ganzen Tag machst und nicht, was du alles gut verkaufen kannst. Findest du, du leistest einen Beitrag zu etwas, was dir wichtig ist? Das kann die Zukunft des Unternehmens sein, deine Kollegen, die Sache an der ihr arbeitet. Oder ist dir das alles völlig egal, wenn du ehrlich bist?

Du hast Angst vor deiner beruflichen Zukunft

Damit ist nicht gemeint, dass man dir kündigt und du keinen Job mehr hast, sondern eher das Gegenteil: dass du diesen Job (oder ähnliche) für immer weitermachen musst. Dir graut davor, die nächsten Jahre in diesem Beruf zu planen und denkst lieber über Alternativen nach. Du hast vielleicht Angst, dass diese Alternativen unrealistisch sind, also beschäftigst du dich nur oberflächlich damit, damit du nicht enttäuscht wirst. Obwohl du nach einem Ausweg suchst, verharrst du aus einem falschen Gefühl der Sicherheit in deinem Job.

Wenn du dich in diesen Punkten wiedersiehst, solltest du dringend intensiver darüber nachdenken. Wie lange fühlst du dich schon so? Warum nimmst du es hin? Vielleicht hilft bereits ein klärendes Gespräch mit Kollegen und Vorgesetzen über deine Aufgaben, um eine Lösung zu finden. Wenn dein jetziger Job aber völlig inkompatibel mit deinen eigenen Interessen ist, wäre ein radikaler Schritt womöglich die bessere Alternative, um langfristig zufrieden zu sein.

#Konzept

#Werte